Je niedriger der Luftdruck, desto größer die Chance die Felge irreperabel zu beschädigen. In den letzten Jahren hat sich, nicht zuletzt durch breite Felgen und extrem stabile Seitenwände einiges getan. Die Lösung der Probleme: Huck Norris.

Seitdem wir mit den extrabreiten Syntace W35MX Felgen unterwegs sind hat uns auch die Experimentierfreude gepackt. Man mag kaum glauben, wie sehr sich das Verhalten des Bikes auf dem Trail verändert, wenn man nur 0,2 Bar weniger Luftdruck fährt.

Dennoch entstehen ungewollt Probleme. Bei dünnwandigen Reifen ist ein Durchschlag quasi vorprogrammiert. Diverse Systeme wie Procore oder Dean Easy bieten zwar Abhilfe sind aber zum einen nicht ganz preiswert zum anderen erfordert z.B. Dean Easy eine Modifizierung der Felge.

Die Lösung heisst Huck Norris und kommt aus Finnland. Leichter

Fakten zu Huck Norris

  • Schutz des Reifens, kein „Zerquetschen“ der Seitenwand zwischen Felge und Untergrund mehr
  • Schutz der Felge vor Dellen, z.B. durch Steinkontakte
  • Keine Notwendigkeit von besonders stabilen Reifen für Tubeless, es können leichte Reifen gefahren werden
  • Einfache Montage, schnellerer Tubelessaufbau
  • Niedriges Gewicht
  • Vergleichsweise günstiger Preis
Huck Norris bei 27,5zoll – 75g

Montage von Huck Norris

Für unserer Huck Norris Setup haben wir unser bestehendes Tubeless System verwendet. Dieses besteht aus den Syntace W35MX Laufradsatz, ausgerüstet mit Tune Ventilen und Tune Felgenband. Die Reifenwahl viel auf unseren derzeitigen Reifenfavoriten den Continental Baron 2.4 Projekt!

Im Lieferumfang des Huck Norris Paketes befinden sich zwei Inlays und ein Klettstreifen um die Enden von Huck Norris zu verbinden.

Nach unseren Erfahrungen mit dem Procore System geht die Montage von Huck Norris erstaunlich einfach von der Hand. Für Reifen mit einem Maß von 27,5” gibt es noch eine zusätzliche Markierung. Werksmäßig kommt das Reifenband von Huck Norris in der Größe von 29”.

Wer also mit 27,5er Laufrädern unterwegs ist, muss einmal kurz die Schere oder das Cuttermesser ansetzen und ein Stück abtrennen. Das Klettband wird durch die vorgefertigten Öffnungen gezogen und festgezogen. Die Enden sollten so fest wie möglich zusammengezogen werden.

Nun kann das Inlay in den Reifen gedrückt werden. Danach kann man ganz einfach den Reifen mit Dichtmilch befüllen und dann kann es auch schon direkt losgehen.

Ein Pluspunkt an der Nutzung von Huck Norris ist, dass sich der Reifen fast wie von Zauberhand in das Felgenhorn drückt. Von daher ist es ohne weiteres möglich, auch mit einer normalen Standpumpe das Tubeless System zu montieren.

Auf dem Trail mit Huck Norris

Kaum war das Huck Norris System installiert ging es auch voller Neugierde auf die Trails. Wir haben hierbei genau die Trails befahren, die wir auch schon zuvor mit dem Schwalbe Procore System gefahren sind, um ein möglichst vergleichbares Resultat zu erfahren.

Gewichtstechnisch liegt Huck Norris eindeutig vor den bekannten System wie Procore oder Dean Easy und auch auf dem Trail merkt man, dass man weniger rotierende Masse am Laufrad hat. Die Reifenwand ist deutlich stabiler geworden. Und auch das Fahrverhalten war, nach subjektiver Einschätzung, besser als beim Schwalbe Procore System.

Als Mountainbiker muss man dann allerdings auch ein wenig experimentierfreudig sein und so dauerte es ein paar Abfahrten, bis man sich PSI für PSI an seinen Ideal-Luftdruck heran gekämpft hat. Bei unserem Beispiel waren wir vorher bei 2,0 Bar am Vorderrad und 2,1 Bar am Hinterrad.

Mit Huck Norris konnten wir den Luftdruck vorne um 0,3 bar auf 1,7 bar senken und am Hinterrad auf 1,9 bar gehen ohne dabei Performanceverluste zu erleiden. Lediglich im Bikepark bei hören Anleger Kurven konnten wir mehr Walking feststellen. Dies liegt aber auch zum Großteil daran das der Reifen mit weniger Luftdruck gefahren worden ist.

In Sachen Durchschlagschutz konnte Huck Norris ebenfalls überzeugen. Da wir keinen echten Platten hatten musste dies leider simuliert werden. Also Hand ans Ventil und Luft ab lassen. Im Vergleich zum Schwalbe Procore System bleibt der Reifen nicht so stark in der Felgenhorn. Dies liegt zum einen daran dass es kein Tube in Tube System ist und zum anderen das das Schaumstoffband den Reifen nicht so stark ins Felgenhorn drückt. Die Notlauf Eigenschaften waren allerdings ähnlich gut so konnte man auch noch mehrere Kilometer auf dem platten Reifen fahren. In der ganzen Zeit konnten wir keinerlei Durchschläge an der Felge feststellen.

Fazit zu Huck Norris

Schon auf der Euro Bike weckte das Huck Norris System unser Interesse. Nachdem wir auch schon das Schwalbe Procore System getestet hatten, war dies eine interessante Alternative zum doch sehr teuren Schwalbe Produkt. Letzten Endes kann man sagen dass es für viele Enduro und All Mountain Fahrer die beste und leichteste Alternative zum Schwalbe System ist. Einfach zu montieren und günstig in der Anschaffung ist es obendrein.

 

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