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„… and I cannot lie“ Und der Enve Carbon Downhill Bar spielt in dieser Big Bars Liga schon sehr lange Zeit mit. Ursprünglich bediente ENVE nur die Bedürfnisse seines Teamfahrers. Keinem geringerem als „the G.O.A.T“, dem größten aller Zeiten – Greg Minnaar. 

In den letzten Monaten stoßen allerdings immer mehr Lenker auf den Markt, die eben jene neue Breite von 800mm aufweisen. Doch wird jemand am ENVE Carbon Downhill Lenker vorbei ziehen? Wir hatten den Enve Carbon Downhill Bar im Test.

Spezifikationen des ENVE Carbon Downhill Lenker

  • Einsatzgebiet: Downhill / Enduro
  • Material: Carbon mit UD Finish
  • Breite:  800mm
  • Rise:  23mm
  • Backsweep/Upsweep: 9° / 5°
  • Gewicht: 235g

Der ENVE Carbon Downhill Lenker im Ersten Eindruck

Schon beim Lenkertest im letzten Jahr hatten wir mit dem Acros Gothic Bar und dem Syntace Vector echte Hochkaräter dabei. Aber auf dem ersten Blick reiht sich der ENVE Carbon Downhill Bar genau in diese Riege ein. Die Amerikaner machen dabei keinen Hehl daraus, wie sehr sie dem Carbon Lenker vertrauen.

Seit Jahren ist Enve international ein Symbol für Qualität und Leichbau. Der Enve DH Bar reiht sich da natürlich ein. Der Vollcarbon Lenker ist laut eigener Aussage von Enve für Downhill Racing und eigentlich jede andere abfahrtsorientierte Bike Sportart konzipiert.

Anders als andere Hersteller stellt ENVE den DH Bar nur in zwei verschiedenen Versionen her. Als Lenker mit normalem Rise und 800mm Länge und als HighRise Bar mit 810mm Länge. Für die jenigen die es exklusiver mögen gibt es noch die Signature Edition von Teamfahrer Greg Minnaar.

Denn wenn man sich durch Foren oder Facebookposts ließt, stößt man immer wieder auf ein Benutzerproblem. Die Angst das es bricht. Es ist klar, dass ein Lenker nicht unendlich lange lebt, gerade Stürze und Schläge setzen dem Verbundwerkstoff Carbon erheblich zu und verkürzen die Lebensdauer. Schon auf den ersten Blick wirkt man gegen die Angst des Fahrers. Deutlich dicker ist das Carbonrohr des ENVE DH Bar im Vergleich zu diversen Mitstreitern.

Das schafft Vertrauen und Sicherheit beim Kunden. Denn beim Lenker an sich handelt es sich um den entscheidenden Kontaktpunkt zwischen Rad und Fahrer. Ein Grund um besonders an dieser Stelle keinen Leichtsinn durch Leichtbau zu betrieben.

Der Enve DH Bar auf dem Trail

Enve hält es optisch gerne schlicht. Einfaches matt-schwarz mit einem weissen Logo. Mehr braucht es nicht um Mountainbiker Herzen höher schlagen zu lassen. Frisch montiert ging es mit dem Enve DH Bar in den Bikepark. Direkt einen ersten Härtetest. Für Fahrer die zuvor „nur“ 780mm breite Lenker gewohnt waren fällt das Fahrgefühl nur leicht anders aus.

Das war es dann aber auch in Puncto „Schlank“. Durch die 20mm mehr, also 10mm an jeder Seite, macht es sich bei engen Kurven deutlich schwerer zu manöviereren.

Im Bikepark hat man allerdings einiges an Spass mit dem Lenker. Gerade wenn man nicht von der schmalschulterigen Sorte ist fühlen sich die 800mm deutlich interessanter an. Trotz der marginalen Änderung von 20mm fühlte ich mich mit meinen breiten Schultern sehr wohl mit dem ENVE.

Auf dem Bike fühlte man sich deutlich ruhiger als mit Lenker aus der 2016er Testreihe die alle mit 780mm Breite unterwegs waren. Für den Bikepark und breite sprunglastige Strecken also schon einmal die richtige Wahl.

Aber wie fühlt es sich dann schließlich auf den heimischen Trails oder einer Tour?

Also ging es mit dem Enve DH Bar auf heimische Trails und Touren. Von der sportlichen Hausrunde mit viel Tretanteil bis hin zur Kilometerorientierten Tagestour. Enge Trails stellten den Lenker vor die ein oder andere Herausforderung.

Auch wenn es „nur“ ein Zentimeter pro Seite ist ändert sich das Fahrgefühl merklich. Wie Eingangs schon erwähnt ist es aber durch aus möglich den Lenker bis auf 720 mm zu kürzen. Dadurch dürfte dann auch jeder Trail fahrbar sein.

Wer schon mit dem Renthal Fatbar zurecht kam dürfte mit dem ENVE DH Bar vollends zufrieden sein. Mit seinen 5° Upsweep ist er ähnlich geformt wieder Rentahl und hat mit seinen 7° Backsweep nur minimalste Abweichungen zum Renthal. Also auch ergonomisch wirklich gut.

Fazit zum ENVE DH Bar

Doch was rechtfertigt den hohen Preis? Auf dem Markt gibt es zig Variationen von Carbon Lenker. Manche teurer manche günstiger. Manche in wilden Farbkombinationen. Doch was macht den ENVE DH Bar so perfekt?

Es ist einfach die Mischung aus allen Eigenschaften. Sicherheit, Ergonomie und Design fordern einen Preis der aber nicht nur aus Marketingkosten sondern auch Entwicklung besteht.

Der Preis ist aber unserer Meinung nach vollkommen gerechtfertigt denn kein anderer Lenker fühlte sich auf dem Trail so gut an wie der ENVE. Präzises Lenkverhalten und ich die Gewissheit, dass man den Lenker auch nach einem Sturz noch weiter verwenden kann rechtfertigen unserer Meinung nach den etwas höheren Anschaffungspreis.

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  • Ingo Köhler

    Der Vorbau ist in der Tat leicht. Aber es ist nicht der leichteste Vorbau. Wer hier gleiche Qualität mit besserem Nutzwert will, solte sich mal die Vorbauten von Newmen ansehen. Kostet nut 99 € und wiegt in 50 mm nur 69 g mit 2 Schrauben, mit 4 Schrauben 94 g.

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