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Aus dem Mountainbike Sport ist Chromag nicht mehr wegzudenken, denn kaum eine Marke verkörpert so sehr das British-Columbia-Whistler-HackenwiedieSau-Feeling. Da lag es nah, die neu aufgelegten Chromag BZA zu testen.

Die Liste der Teamfahrer von Chromag ließt sich wie das Who-is-who der Freeride und Dirt Szene. Profis wie Slopestyle Superstar Brandon Semenuk, Freeride As Graham Agassiz oder Logan Peat werden mit den Edelteilen aus Kanada ausgestattet. Wer will da nicht nacheifern?

Spezifikationen Des Chromag BZA

  • Dicke: 35mm
  • Länge: 800mm
  • Rise: 15mm / 25mm / 35mm
  • 5° Upsweep
  • 9° Backsweep
  • Gewicht: 235g (gemessen: 240g)
  • Preis 155€ (Straßenpreis)

Erstkontakt zum Chromag BZA

Chromag war einer der ersten Hersteller, die schon früh auf die Klemmung von 35mm setzten, da diese Maße es erlauben den Lenker auch für DH freizugeben und damit eine Symbiose aus Steifigkeit und Flex zu schaffen.

Angeboten wird der BZA in der 2017er Version in insgesamt drei verschiedenen Farbschemata. Neben gesetztem Schwarz/Grau kommen auch Freunde greller Designs auf Ihre Kosten mit einer Neongrün und einer Foxorange Farbvariante. Auf technischer Seite gibt es den Chromag BZA in drei verschiedenen  Rise Varianten. Im Test befand sich die Variante mit 25mm Rise. Ein gutes Mittelding zwischen 15mm und 35mm.

Bei der Montage weißt Chromag noch einmal darauf hin, alle Elemente am Lenker mit maximal 6NM anzuziehen. Von Barends bei den Carbonmodellen rät Chromag, im eigens dafür angelegtem User Guide, dringenst ab – Aber seinen wir einmal ehrlich: Wer fährt Barends am DH oder Freerider? Trotzdem wollten wir es einmal kurz erwähnt haben.

Unser Testmuster kam im matten grau Finish und überzeugte auf den ersten Blick mit sehr sauberer Verarbeitung und einer ziemlich angenehmen Form. Qualitativ auf höchstem Level: Die Innenform des Chromag BZA weißt keinerlei Unebenheiten auf, man hat fast das Gefühl einen perfekt geformten Alu Lenker in der Hand zu halten. Grund etwas zu beanstanden? Auf keinen Fall!

Wie bei jedem Lenker geht die Montage leicht von statten. Der Platz an der Lenkerklemmung ist noch einmal zusätzlich mit einem angerautem Part ausgestattet, so dass es trotz des Drehmomentes von maximal 6NM nicht dazu kommt, dass der Lenker verrutscht. Trotzdem sollte man beim Carbonlenker zu Montagepaste (Tipp: Dynamic Carbon) greifen – auch wenn diese nicht mitgeliefert wird.

Auf dem Trail mit dem Chromag BZA

Kaum waren Remotes und Bremsen montiert ging es auf den Trail. Zu groß war die Neugierde was der Chromag BZA auf dem Trail kann. Aus vergangener Zeit war der Chromag OSX Fubar bekannt und auch gleichermaßen beliebt, der BZA hatte also ein schweres Erbe anzutreten.

Also rein in die Pedale und ab in den Dortmunder Süden. Schon auf den ersten Metern, bei der üblichen Parkplatzspielerei, fällt auf dass der Chromag BZA enorm fiel flext. Subjektive Wahrnehmung? Vielleicht aber erstmal sollte der erste Trail rufen. Ohne Umschweife geht es direkt los. Auf viele Querwurzeln und einigen schnellen Kurven folgt ein kleiner Drop bevor es direkt zum Wiedereinstieg auf die „lange Version“ geht. Subjektiv flext der Lenker ganz schön … viel!

Also ab zum ersten Check: Der direkte Umstieg vom Renthal Fatbar Carbon ist merkbar zu spüren. Auf den Querwurzeln arbeitet der Chromag BZA deutlich der Federgabel zu und lässt so gut wie keine Vibration an die Handgelenke und Unterarme kommen. Zudem ist der Flex sogar deutlich zu erkennen. Legt man sich mit vollem Gewicht auf den Lenker sieht und spürt man, wie die Lenkerenden sich nach unten biegen. Was mit der Kamera nicht deutlich einfangbar, erkennt das Auge trotzdem und lässt sich auf 5-10mm einordnen. Deutlich mehr als jeder Lenker aus dem letztjährigem Cockpit Test.

Bei schnell aufeinanderfolgenden Kurven kommt der Chromag dann allerdings nicht mehr mit. Zu schwammig ist das Lenkverhalten. Aufgrund des Flexes verliert der Chromag BZA eindeutig an Lenkpräzision. Allerdings muss man dies auch in Relation setzen. Wir hatten den Chromag BZA in Kombination mit dem Chromag BZA 35 im Test. Also als Singlecrown Variante auf dem Enduro. Das Einsatzgebiet richtet sicher jedoch eher an Freerider und Downhiller.

Dementsprechend ist der Chromag BZA bei langen, weiten Sprüngen oder Bremswellen deutlich angenehmer zu fahren als im Enduro mit schnellen und technischen Passagen.

Fazit

Der Chromag BZA ist der Tyrannosaurus FLEX. Der Name ist Programm. Nicht im Programm enthalten sind Armpump und Lenkpräzision. Dafür gibt es, gerade im Downhill, ein entspanntes Fahren auf Bremswellen und bei Sprüngen. Wer brauchts? Alle Downhill Buddies mit extremem Style.

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